🌍 Methodik: Wie wir deine CO₂-Wirkung verständlich berechnen
Unsere CO₂-Anzeige und der Impact-Rechner sollen dir ein möglichst realistisches, aber leicht verständliches Bild deiner möglichen Klimawirkung geben. Auf dieser Seite erklären wir transparent, welche Datenquellen wir nutzen, wie die Rechenlogik funktioniert, welche Annahmen im Hintergrund laufen und wo die Grenzen der Darstellung liegen.
Auf dieser Seite erfährst du u. a.:
- 🧮wie wir die CO₂-Wirkung im Rechner herleiten
- 🏠welche Projektdaten und Emissionsfaktoren einfließen können
- ⚠️warum die Werte Prognosen sind und sich ändern können
1. Was diese CO₂-Zahl bedeutet – und was nicht
Wenn du bei HomeHarbor Capital eine CO₂-Wirkung siehst, dann ist damit eine vereinfachte, nachvollziehbare Wirkungsdarstellung gemeint. Sie soll dir zeigen, welcher Klimaeffekt mit einem Projekt oder deinem Investment voraussichtlich verbunden ist.
Was wir unter CO₂-Wirkung verstehen
- vermiedene Emissionen, z. B. durch effizientere Gebäudetechnik,
- reduzierte Emissionen, z. B. durch Sanierungs- oder Energie-Maßnahmen,
- kompensierte Emissionen, soweit projektbezogen Zertifikate oder Klimaprojekte eingesetzt und ausgewiesen werden.
Was die Zahl ausdrücklich nicht ist
- keine persönliche Klimabilanz einer einzelnen Person,
- keine rechtlich zugesicherte Klimawirkung,
- kein Ersatz für eine externe Prüfung oder Fachberatung.
Praktisch wichtig: Es kann auf der Plattform sowohl prognostizierte Werte (z. B. im Rechner) als auch projektbezogen dokumentierte Werte geben. Prognose und tatsächlich erreichte Wirkung sind nicht automatisch identisch.
2. Datenquellen, Standards & Rechenbasis
Die CO₂-Wirkung basiert auf anerkannten Emissionsfaktoren, Projektinformationen und – soweit für das jeweilige Projekt relevant – hochwertigen Klimastandards oder Emissionsrechten.
Je nach Projekt können z. B. hochwertige freiwillige Standards (etwa Gold Standard oder vergleichbare Qualitätsniveaus) oder Zertifikate aus dem europäischen Emissionshandel (EU-ETS / EUAs) als Referenz oder Baustein einfließen – immer nur, soweit dies projektbezogen vorgesehen und ausgewiesen ist.
Zusätzlich können öffentliche Datenquellen und wissenschaftlich hergeleitete Referenzwerte genutzt werden, z. B. durchschnittliche Emissionen pro kWh, pro m² Wohnfläche oder pro Liter Heizenergie.
Begriff kurz erklärt: t CO₂e bedeutet „Tonnen CO₂-Äquivalente“. Dabei werden neben CO₂ auch andere Treibhausgase in eine vergleichbare CO₂-Wirkung umgerechnet.
3. Rechenlogik im CO₂-Rechner
Der Impact-Rechner zeigt dir eine prognostizierte CO₂-Wirkung auf Basis deines geplanten Investments und der aktuell hinterlegten Projektparameter.
CO₂-Wirkung (t CO₂e) =
(Investitionsbetrag × Anteil für Klimawirkung) ÷ Referenzwert pro t CO₂e
Dabei bedeutet das konkret:
- Investitionsbetrag = dein geplanter Einsatz in das jeweilige Projekt.
- Anteil für Klimawirkung = der projektbezogene Anteil, der für Klima-Maßnahmen, Zertifikate oder vergleichbare Wirkungsbausteine vorgesehen ist.
- Referenzwert pro t CO₂e = konservativer Preis- oder Bewertungswert, der je nach Projektlogik, Zeitraum und Datenlage auf hochwertigen Zertifikaten, Marktpreisen oder anderen nachvollziehbaren Referenzen basieren kann.
Der Rechner zeigt dir eine Orientierung auf Basis der aktuell verfügbaren Parameter. Er ist dafür da, die Größenordnung verständlich zu machen – nicht, um eine feste Wirkung zu garantieren.
Baum-Vergleiche dienen nur der Veranschaulichung. Sie sollen die Zahl greifbarer machen, sind aber keine Aussage darüber, dass exakt diese Anzahl echter Bäume gepflanzt oder geschützt wurde.
Anzahl Baum-Äquivalente =
CO₂-Wirkung (t CO₂e) × konservativer Referenzwert für CO₂-Bindung pro Baum über mehrere Jahre
Projektunterlagen und spätere Nachweise sind maßgeblich, wenn es um die konkrete Umsetzung geht.
4. Immobilienprojekte, Emissionen & projektbezogene Offenlegung
Immobilien verursachen Emissionen nicht nur im Bau, sondern auch im laufenden Betrieb, bei Instandhaltung und bei größeren Modernisierungen. Für die projektbezogene Darstellung konzentrieren wir uns – je nach Fall – insbesondere auf die Bereiche, in denen die Wirkung für Investor:innen nachvollziehbar dargestellt werden kann.
Je nach Datenlage können Wärme, Strom, Allgemeinstrom oder typisierte Verbrauchswerte pro m² einfließen. Das betrifft vor allem den laufenden Gebäudebetrieb.
Werden energetische Maßnahmen geplant oder umgesetzt, kann deren potenzielle oder dokumentierte Wirkung in die Projektlogik einbezogen werden – z. B. durch geringeren Energiebedarf.
Soweit projektbezogen Zertifikate oder zusätzliche Klimaprojekte eingesetzt werden, machen wir transparent, um welchen Typ es sich handelt, wie sie eingeordnet werden und – sofern vorgesehen – wie Nachweise oder Registerinformationen aussehen.
Je nach Projekt kann die CO₂-Wirkung als Jahreswert, über die Laufzeit oder in einer aufsummierten Projektsicht dargestellt werden. Dadurch lassen sich Effekte besser einordnen.
Wichtig für die Verständlichkeit: Eine hohe CO₂-Wirkung im Rechner bedeutet nicht automatisch, dass ein Projekt „besser“ ist als ein anderes. Sie zeigt nur die modellierte Wirkung innerhalb der jeweils verwendeten Methodik.
5. Annahmen, Unsicherheiten & Grenzen der Darstellung
Jede CO₂-Modellierung enthält Annahmen. Um fair und nachvollziehbar zu bleiben, arbeiten wir bewusst mit vorsichtigen, konservativen Annahmen und legen die Logik offen.
Typische Annahmen
- Verwendung durchschnittlicher Preisbänder oder Referenzwerte,
- Nutzung typisierter Verbrauchswerte, wenn noch keine exakten Projektdaten vorliegen,
- vereinfachte Abbildung künftiger Entwicklungen wie Energiepreise, Verhalten oder Regulierung.
Warum Werte später abweichen können
- reale Verbrauchsdaten weichen von Planwerten ab,
- Zertifikatspreise oder Marktwerte verändern sich,
- gesetzliche oder technische Rahmenbedingungen ändern sich,
- Projektumfang, Maßnahmen oder Zeitpläne werden angepasst.
Sie ist keine geprüfte Corporate-Footprint-Bilanz, keine individuelle Nachhaltigkeitsberatung, kein Ersatz für externe Fachprüfung und keine Garantie für eine bestimmte Klimawirkung. Sie ist eine transparente, vereinfachte Wirkungslogik, damit du Größenordnungen besser einordnen kannst.
6. Aktualisierung, Versionierung & Transparenz
Unsere Methodik ist kein statisches Dokument. Wenn sich Datenquellen, Standards, Referenzwerte oder regulatorische Rahmenbedingungen ändern, passen wir die zugrunde liegenden Parameter an.
Emissionsfaktoren, Referenzpreise, Zertifikatstypen, Projektdaten, Darstellungslogik oder die Trennung zwischen Prognose und dokumentierter Wirkung.
Größere Änderungen machen wir transparent – z. B. in Projektunterlagen, Hinweisen in der Oberfläche oder durch aktualisierte Methodenbeschreibungen.
Gut zu wissen: Maßgeblich sind immer die jeweils aktuellen projektbezogenen Unterlagen und Hinweise. Diese Seite beschreibt die grundlegende Logik, nicht jeden Einzelfall im Detail.
Wenn du fachliches Feedback hast oder eine bestimmte Annahme genauer nachvollziehen möchtest, kannst du uns jederzeit über das Kontaktformular oder per E-Mail schreiben. Qualifizierte Hinweise fließen in die Weiterentwicklung der Methodik ein.
7. Kurzfassung in 10 Punkten – das solltest du dir merken
Wenn du dir nur das Wichtigste merken willst, dann diese Punkte:
- 1.Die CO₂-Zahl ist eine verständliche Wirkungsdarstellung, keine offizielle Klimabilanz.
- 2.Im Rechner siehst du in der Regel eine Prognose, keine feste Zusage.
- 3.Je nach Projekt können Emissionsfaktoren, Gebäudedaten, Effizienzmaßnahmen und Zertifikate einfließen.
- 4.t CO₂e bedeutet CO₂-Äquivalente – also eine vergleichbare Klimawirkung verschiedener Treibhausgase.
- 5.Baum-Äquivalente sind nur eine Veranschaulichung, keine wörtliche Eins-zu-eins-Aussage.
- 6.Wo keine exakten Projektdaten vorliegen, arbeiten wir mit konservativen Referenzwerten.
- 7.Tatsächliche Werte können sich durch Verbrauchsdaten, Preise, Regulierung oder Projektänderungen verschieben.
- 8.Projektunterlagen und projektspezifische Hinweise sind immer maßgeblich.
- 9.Die Methodik wird weiterentwickelt und bei relevanten Änderungen angepasst.
- 10.Transparenz ist wichtiger als schöne Zahlen – deshalb zeigen wir auch Grenzen und Unsicherheiten offen.
Rechtlicher Hinweis: Diese Seite beschreibt die aktuelle interne Methodik von HomeHarbor Capital zur Darstellung der CO₂-Wirkung. Sie stellt keine Anlage-, Steuer-, Rechts- oder Nachhaltigkeitsberatung dar und begründet keinen Anspruch auf eine bestimmte Klimawirkung. Maßgeblich sind stets die projektbezogenen Unterlagen, ergänzenden Hinweise und Risikoinformationen.
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