Methodik: Wie wir deine CO₂-Wirkung berechnen
Unsere CO₂-Anzeige und der Impact-Rechner sollen dir ein möglichst realistisches, aber leicht verständliches Bild deiner Klimawirkung geben. Auf dieser Seite erklären wir, welche Datenquellen wir nutzen, welche Annahmen im Hintergrund laufen und wo die Grenzen der Darstellung liegen.
1. Grundlagen & Datenquellen
Die CO₂-Wirkung, die du bei HomeHarbor Capital siehst, basiert auf anerkannten Standards und Emissionsfaktoren. Wir orientieren uns u. a. an:
- international etablierten Klimastandards (z. B. Gold Standard, vergleichbare hochwertige Projekte im freiwilligen Markt),
- zertifizierten Emissionsrechten aus dem europäischen Emissionshandel (EU-ETS / EUAs),
- öffentlichen Datenquellen und wissenschaftlichen Studien zu Emissionsfaktoren (z. B. durchschnittliche CO₂-Emissionen pro kWh, pro m² Wohnfläche, pro Liter Heizenergie).
Konkrete Projekt-Details (z. B. welches Klimaprojekt, welches Register, welches Land) werden pro Immobilienprojekt separat ausgewiesen.
1.1 Was genau wird als „CO₂-Wirkung“ gezeigt?
Unter CO₂-Wirkung verstehen wir die Summe aus vermiedenen, reduzierten oder kompensierten Emissionen, die mittelbar mit deinem Investment verknüpft sind – z. B. durch:
- Erwerb und Stilllegung von hochwertigen Emissionszertifikaten (Gold Standard / EU-ETS),
- energieeffiziente Maßnahmen in der Immobilie (z. B. bessere Dämmung, effizientere Heizung),
- zusätzliche Klimaprojekte, die wir projektbezogen finanzieren.
2. Rechenlogik im CO₂-Rechner
Der CO₂-Rechner zeigt dir eine prognostizierte Wirkung auf Basis deines geplanten Investments. Vereinfacht gilt:
CO₂-Wirkung (t CO₂e) =
(Investitionsbetrag × Anteil für Klimawirkung) ÷ durchschnittlicher Zertifikatspreis pro t CO₂e
Dabei gilt:
- Investitionsbetrag = dein geplanter Einsatz in das Projekt.
- Anteil für Klimawirkung = Prozentanteil der Projektmittel, der für CO₂-Maßnahmen (z. B. Zertifikate) reserviert ist. Dieser Anteil wird für jedes Projekt separat ausgewiesen.
- durchschnittlicher Zertifikatspreis = konservativer Referenzwert auf Basis der Preisbänder hochwertiger Zertifikate (Gold Standard / EU-ETS) im jeweiligen Zeitraum.
Zur besseren Vorstellung rechnen wir optional in „Baum-Äquivalenten“:
Anzahl Bäume = CO₂-Wirkung (t CO₂e) × Referenzwert Bäume pro t CO₂e
Der Referenzwert basiert auf einer konservativen Annahme zur durchschnittlichen CO₂-Bindung eines ausgewachsenen Baumes über mehrere Jahre.
Hinweis: Baum-Äquivalente sind eine rein illustrative Vergleichszahl und ersetzen keine tatsächliche Aufforstungs- oder Waldschutzmaßnahme.
3. Immobilien-Projekte & Emissionen
Immobilien verursachen Emissionen in verschiedenen Phasen: Bau, Betrieb, Instandhaltung und ggf. Rückbau. In der Praxis konzentrieren wir uns – je nach Projekt – auf folgende Bereiche:
- Betrieb der Immobilie (Wärme, Strom, Allgemeinstrom), basierend auf Verbrauchsdaten oder typisierten Annahmen pro m²,
- Sanierungs- und Effizienzmaßnahmen, die zu einer Reduktion des Energieverbrauchs führen,
- optional: anteilige Berücksichtigung der grauen Energie (z. B. bei umfangreichen Sanierungen).
Für jedes Investment wird eine jährliche CO₂-Wirkung berechnet (z. B. über die Laufzeit des Projekts), die dann im Rechner aufsummiert und in der Oberfläche angezeigt wird.
3.1 Projektbezogene Transparenz
Damit du nachvollziehen kannst, woher die Zahlen kommen, zeigen wir pro Projekt u. a.:
- verwendete Emissionsfaktoren (z. B. kg CO₂e pro kWh),
- Basisdaten (z. B. erwarteter Energieverbrauch, Sanierungsumfang),
- Art der eingesetzten Zertifikate / Klimaprojekte (z. B. Gold-Standard-Projekt, EU-ETS-Zertifikate).
4. Annahmen, Unsicherheiten & Grenzen
Jede Modellierung von CO₂-Wirkung ist mit Unsicherheiten verbunden. Um möglichst fair zu bleiben, arbeiten wir mit konservativen Annahmen und legen diese offen.
4.1 Wichtige Annahmen
- Wir verwenden durchschnittliche Preisbänder für Zertifikate und aktualisieren diese in sinnvollen Abständen.
- Wo keine exakten Verbrauchsdaten vorliegen, nutzen wir typisierte Durchschnittswerte (z. B. nach Gebäudetyp, Baujahr, Energieeffizienzklasse).
- Wir rechnen bewusst eher vorsichtig bzw. nach unten, um keine überzogenen Wirkungsversprechen zu machen.
4.2 Was die Methodik nicht leistet
- Sie ist keine offizielle Klimabilanz im Sinne eines geprüften Corporate-Footprints.
- Sie ersetzt keine individuelle Klima- oder Nachhaltigkeitsberatung.
- Sie bildet Zukunftsszenarien (z. B. Gesetzgebung, Energiepreise, Nutzungsverhalten) nur vereinfacht ab.
5. Aktualisierung & Feedback
Unsere Methodik wird laufend weiterentwickelt. Wenn sich relevante Datenquellen, gesetzliche Rahmenbedingungen oder Marktstandards ändern, passen wir die Parameter im Hintergrund an.
Größere Anpassungen (z. B. neue Zertifikatstypen, geänderte Emissionsfaktoren) machen wir in den Projektunterlagen transparent und kennzeichnen sie in der Oberfläche.
Du hast fachliches Feedback oder möchtest genauer nachfragen? Dann melde dich jederzeit über unser Kontaktformular oder per E-Mail – wir nehmen qualifizierte Hinweise gerne in die Weiterentwicklung auf.
Rechtlicher Hinweis: Diese Methodik beschreibt die aktuelle interne Berechnungslogik von HomeHarbor Capital für die Darstellung der CO₂-Wirkung. Sie stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar und begründet keinen Anspruch auf eine bestimmte Klimawirkung. Maßgeblich sind stets die projektbezogenen Unterlagen und Risiko-Hinweise.
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